Groningen FSJ-Seminarfahrt 2014

vom 23. Februar 2015

Am neunten Dezember fuhren wir bei dichtem Nebel los aus Wilhelmshaven über Varel und Oldenburg Richtung Groningen.

Nach drei Stunden kamen wir im Simplon an. Ein Hostel mit Café, das Arbeitsplätze für Menschen bietet, die kaum Chancen haben auf dem Arbeitsmarkt einen Job zu finden.

Müde, aber neugierig auf die nächsten Seminartage, liefen wir nach dem Mittagessen zum Grote Markt (Großer Markt). Auf dem Programm stand eine Stadtführung mit einer deutschen Studentin. Trotz unseres super-effektiven Wörterbuches, welches wir uns an den Vorbereitungstagen angefertigt hatten, taten wir uns ein bisschen schwer mit der niederländischen Sprache. Die Stadtführung auf Deutsch war daher ein Segen, sehr informativ und interessant, leider war es „schweinekalt“!

Frisch und fit am nächsten Morgen ging es zur Stichting Present (Stiftung Gegenwart). Der Weg dahin war sehr lang, da wir uns dank unseres hochqualifizierten Navigators erstmal verliefen. Als wir letztendlich ankamen wurden wir mit Tee und Kaffee herzlich in Empfang genommen.

Ein Vertreter der Stiftung erklärte uns deren Aufgaben und Ziele, nämlich, Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, mit Menschen, die helfen wollen, zusammenzubringen. Eine Form des ehrenamtlichen Engagements, wie wir es aus Deutschland nicht kannten. Auch wir stellten mit einer Powerpoint-Präsentation und auf Englisch, die GPS, das FSJ und unsere Aufgaben als Freiwillige Soziale Helfer vor.

Am Nachmittag trafen wir uns mit der Non-Profit-Organisation Best Buddies (dt.: Beste Freunde) in der Universität. Gegenseitig präsentierten wir unsere Organisationen und Tätigkeiten. Wir lernten eine weitere Form freiwilligen Engagements kennen.

Best Buddies bringt interessierte Menschen mit Behinderung mit Menschen ohne Behinderung zu einem Freundschaftspaar zusammen. Das Ziel ist es, wie beste Freunde Unternehmungen und Aktivitäten gemeinsam zu erleben. Abends trafen wir uns alle beim Bahnhof zum Start einer inklusiven Stadt-Rallye, die sehr spaßig war. Im Anschluss fanden wir uns in einer Bar (erst in einer falschen ☺) zusammen, um dort gemütlich den Abend ausklingen zu lassen.

Tag 3 – letzter Tag.

Nach einem ausgewogenen Frühstück in dem Café des Hostels, machten wir uns gemeinsam auf den Weg zur Vensterschool (Fensterschule, weil offen und einsehbar wie ein Fenster). Unser Navigator hat diesmal seinen Job exzellent erfüllt und wir haben uns nicht verlaufen, sondern mussten uns nur in einen überfüllten Bus quetschen. Angekommen bei der Vensterschool, wurden uns ausführlich die Räumlichkeiten gezeigt. Diese Form von Schule wurde in Groningen entwickelt und ist einzigartig in den Niederlanden. Sie besteht dort mittlerweile in fast jedem Stadtteil.

Es handelt sich um ein Konzept, das Betreuungs-, Bildungs-, Beratungs und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche von 0 bis 15 Jahren sowie deren Eltern an einem einzigen Standort vorhält. Dazu gehören Schwimm- und Sporthalle, Bibliothek, Kindergarten, Hort und Schule und Beratungsstellen. Auch Jugend- und Seniorenclub finden sich hier sowie eine Cafeteria. Unser Mittagessen war bereits angerichtet, als wir diese betraten.

Ein Mitarbeiter erläuterte uns das Konzept, den Sinn und Zweck des Cafés, das von Menschen mit Behinderung betrieben wird und auch von Nutzern der Vensterschool und Bewohnern des Stadtteils besucht wird. Es gehört zu NOVO, einer niederländischen Organisation vergleichbar mit der GPS.

Nachdem wir aus dem Hostel unsere Sachen abholten, traten wir die Rückreise an. Uns hat die Seminarfahrt sehr gefallen, nur war sie fast zu kurz. Gern hätten wir viel mehr unternehmen und intensiver in die Organisationen hineinschnuppern wollen.

FREIWILLIG DABEI

FSJ bei der GPS
Wilhelmshaven. Friesland. Ammerland.

Das FSJ bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen und Pflegebedürftigkeit in allen Lebenslagen zu unterstützen.

FSJ bei der GPS – Häufige Fragen und Antworten

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